Acme

アクメ・インターフェース / 1994– / Stil / Bildschirmsprachen

Der Bildschirm, den Rob Pike 1994 in einem Aufsatz vorstellte und der Fenstersystem, Shell und Editor zu einem Ding macht. Er hat weder Menü noch Sinnbilder, und jede Zeichenfolge auf dem Bildschirm lässt sich mit der mittleren Taste ausführen und mit der rechten öffnen. Fenster stapeln sich in Spalten und bestehen nur aus zwei Teilen, einem einzeiligen Tag und dem Rumpf.

Fenster stapeln sich in Spalten, und jedes besteht nur aus einem einzeiligen Tag über dem Rumpf / Die Bildlaufleiste sitzt am linken Rand des Rumpfes, rechts steht nichts / Wer eine Zeichenfolge mit der mittleren Taste überstreicht, sieht sie nur unterstrichen, solange die Taste gedrückt bleibt / Der Rumpf ist blassgelb, das Tag blassblau, und es gibt keine einzige Schaltfläche und kein Sinnbild zum Anklicken

acme-Bildschirm von Plan 9 from Bell Labs — Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Wörterbucheintrag

Geeignet für
Wenn eine Arbeitsoberfläche keine weiteren Bedienelemente mehr bekommt und stattdessen jede Stelle, an der man tippen kann, Befehle aufnimmt · Wenn eine Entwicklungsumgebung aus wenigen Teilen entsteht, die Benutzer selbst erweitern, indem sie Befehle ins Tag schreiben
Typografie
Eine Schrift, eine Größe. Kein Fettschnitt und keine farbige Schrift, den Zustand zeigen allein die Unterstreichung und die umgekehrte Auswahl.
Komposition
Teile den Bildschirm in Spalten und stapele die Fenster darin. Jedes Fenster ist ein einzeiliges Tag über dem Rumpf. Keine Ränder, und eine einzige feine Linie trennt die Nachbarn.
Material
Nur zwei Grundfarben, Blassgelb für den Rumpf und Blassblau für das Tag, dazu schwarze Schrift. Unterstreiche die Ausführung in dunklem Rot und den Verweis in dunklem Grün, und fülle die Mitte des kleinen Quadrats links im Tag, sobald das Fenster geändert wurde.
Zu vermeiden
Wer nur das Aussehen nachbaut und das Tag zu einem festen Menü macht, verliert den Kern, nämlich dass jede beliebige Zeichenfolge ein Befehl sein kann.
Zum Weiterlesen
the definition Rob Pike's paper sets down, a hybrid of window system, shell and editor / the mechanism whereby everything to the right of the vertical bar in the tag is free scratch space, so a command written there stays put / what was carried over and what was left out from Oberon and Cedar, which the same paper compares

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