Digitale Bildtechniken

Bringen die kleinste Einheit des Bildes oder die Mechanik seiner Kompression offen an die Oberfläche. Grobheit und Zusammenbruch gelten dabei nicht als Mangel, sondern als Verfahren.

Wörterbucheintrag

  1. Pixel Art 1970s– / Technik

    Nimmt das Pixel als ehrliche Einheit ernst und baut aus begrenzter Auflösung und Palette klare Formen.

  2. Datamosh 2005– / Technik

    Bricht die Keyframes eines Videos absichtlich auf, sodass das vorherige Bild von der folgenden Bewegung mitgezogen wird und zerfließt. Die innere Struktur des Kompressionsalgorithmus wird so zur Ästhetik.

  3. Isometric Pixel Art 1994– / Stil

    Endlose Pixelstädte in schräger Ansicht ohne Fluchtpunkt. eBoys Pixoramas etablierten die Form und exportierten die isometrische Projektion der Spiele als grafische Sprache in Print und Werbung.

  4. Pixel Sorting 2010– / Technik

    Pixel Sorting wählt Bildpixel über einen Helligkeits- oder Farbtonschwellenwert und ordnet sie in Zeilen oder Spalten neu, sodass lange Farbstreifen aus einem noch erkennbaren Ausgangsbild gezogen werden. Kim Asendorfs veröffentlichter Code ermöglichte breite Nachnutzung.

  5. Dithering 1960s– / Technik

    Dithering suggeriert nicht verfügbare Zwischenfarben durch räumliches Mischen von Pixeln einer begrenzten Palette; geordnete Matrizen oder Fehlerdiffusion erzeugen Ton und eine charakteristische körnige Fläche.

  6. Cel Shading 1990s– / Technik

    Cel Shading quantisiert kontinuierliches 3D-Licht in wenige flache Bänder und ergänzt Konturen, sodass räumliche Bewegung erhalten bleibt, die Oberfläche aber wie Animationsfolie oder Druckillustration erscheint.

  7. Databending 2000s– / Technik

    Databending bearbeitet Bild- oder Klangdateien mit ungeeigneten Werkzeugen und macht die Fehlinterpretation des Decoders zum Werk; Dateiaufbau, Kompression und Bearbeitungsstelle bestimmen Bänder und Farbverschiebungen.

  8. Voxel Art 1990s– / Stil

    Voxel-Kunst teilt den dreidimensionalen Raum in gleich große Volumenelemente ein und lässt diese als die kleinsten Formen und Farben sichtbar, wodurch die produktiven Grenzen der Pixelkunst auf Volumen übertragen werden.

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