Droog

ドローホ / 1990s– / Stil / Möbel und Interieur

Droog ist die gemeinsame Haltung einer niederländischen Entwerfergruppe, die sich in den 1990er Jahren zusammenfand, und droog heißt auf Niederländisch trocken. Vertraute Dinge, eine ausrangierte Schublade oder ein Knoten, bleiben als Struktur des Objekts stehen, statt von der Oberflächenbehandlung verdeckt zu werden. Weil die Gruppe Einfachheit und Witz zum gemeinsamen Typus machte, trennte sie sich vom glatten Industriedesign derselben Jahre.

Fertigteile unterschiedlicher Herkunft werden zu einem Möbel gebündelt, ohne Farbe und Gebrauchsspuren anzugleichen / Gurte und Schnüre, die wie eine vorläufige Befestigung wirken, bleiben als endgültige Konstruktion erhalten / Der Weg des Materials bleibt an der fertigen Oberfläche sichtbar, Knoten und Fugen werden nicht abgeschliffen / Weil die Teile jedes Mal andere sind, gleicht kein Stück eines Entwurfs dem anderen

Marcel Wanders, Knotted Chair, 1996 — Wikimedia Commons / CC BY 4.0Tejo Remy, You Can't Lay Down Your Memory, 1991 — Wikimedia Commons / CC BY 2.0Rody Graumans, 85 Lamps, 1993 — Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0

Wörterbucheintrag

Geeignet für
Wenn Fundstücke oder Abfallmaterial als Konstruktion gezeigt und nicht verkleidet werden sollen · Wenn ein Objekt genau einen erklärungsbedürftigen Einfall tragen soll und sonst nichts Schmückendes
Typografie
Auf dem Objekt steht keine Schrift. Wo eine Erklärung nötig ist, genügt ein kurzer Titel in einer einzigen schmucklosen Grotesk.
Komposition
Ein Einfall je Stück. Nichts hinzufügen und die aufgelesenen Teile ihre ungleichen Maße behalten lassen.
Material
Materialien verschiedener Herkunft verbinden, ausrangierte Schubladen, Schnur und Gurte, harzgetränkte Faser. Die Spuren der Herstellung nicht wegpolieren und die Befestigung als Gestaltung stehen lassen.
Zu vermeiden
Wer nur das Aussehen des Abfalls in neuem Material nachbaut, verliert die Herkunft als Kern und behält eine dekorativ gealterte Oberfläche.
Zum Weiterlesen
the phrase simplicity and wit in Cooper Hewitt's Knotted Chair commentary, and the procedure that reread macramé as a new material / how Tejo Remy's chest of drawers in the V&A (O175596) entered Droog's first collection two years later / Marcel Wanders' Knotted Chair shown in 1996 and taken up by Cappellini the following year

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