Subkultur-Stile
Stile von Gruppen, die ihre Zugehörigkeit über Kleidung und Auftreten zeigten und bewusst Abstand zur Mehrheit hielten. Das Außerhalb der Institution wird unmittelbar zur Form des Ausdrucks.
Wörterbucheintrag
- Dark Academia 2010s– / historical references / Bildwelt
Leiht sich die Schatten alter Gelehrtenstuben und erzeugt daraus die Besessenheit vom Wissen und eine verschwiegene Vertrautheit.
- Zoot Suit 1930s–1940s / Stil
Der früheste Streetstyle: Anzüge mit maßlos überzeichneten Schultern und eng zulaufenden Hosen, mit denen schwarze und mexikanisch-amerikanische Jugendliche in einer diskriminierenden Gesellschaft ihre Existenz behaupteten.
- Teddy Boys 1950s– / Stil
Jugendliche der Arbeiterklasse eigneten sich die edwardianische Oberschichtkleidung an. Als erste Jugendsubkultur des Nachkriegsbritanniens gaben sie allen folgenden das Muster vor.
- Mod late 1950s–1960s / Stil
Schmale italienische Anzüge, Motorroller und Modern Jazz ergaben eine Rebellion, die über Verfeinerung geführt wurde, und vollendeten die Verbindung von Konsum und Jugendkultur.
- Hippie Style 1960s–1970s / Stil
Verweigerte die Konfektionskleidung und mischte Handarbeit, Trachten und Secondhand. So machte sie die Gegenkultur sichtbar und brachte DIY und Eklektizismus in die Mode.
- Goth Fashion late 1970s– / Stil
Die Ästhetik der schwarzen Kleidung aus dem Post-Punk, die viktorianische Trauertracht und Zeichen des Horrorfilms entlieh, um die Dunkelheit zur gemeinsamen Stilform zu machen.
- Normcore 2013– / Bildwelt
Die Trendforschungsgruppe K-HOLE gab der Haltung einen Namen, aus dem Wettlauf der Unterscheidung auszusteigen und eine Schlichtheit zu wählen, die mit jedem anschlussfähig ist. Die Benennung stellte die Moderede auf den Kopf.
- Art Brut 1945– / Stil
Ein Begriff, geprägt für Werke, die außerhalb von Kunstausbildung und Kunstmarkt allein aus einem eigenen System heraus entstehen. Gemeinsam treten die das Bild füllende Wiederholung, eigene Schrift- und Zeichensysteme und die konsequente Wiederverwendung von Material hervor. Weniger ein Stil als der Name für die Bedingungen, unter denen Stil entsteht.