Lettering

Statt Lettern zu setzen, wird hier der Buchstabe selbst gezeichnet oder aus Zeichen ein Bild gefügt. Die Werkzeuge wechseln, vom Pinsel bis zum Zeichensatz eines Terminals.

Wörterbucheintrag

  1. Kinetic Typography film titles–digital motion / Technik

    Übersetzt die Bedeutung eines Wortes in Tempo, Pause und Richtung und gestaltet damit die Zeit des Lesens selbst.

  2. Calligram antiquity–modernism / Technik

    Die Anordnung der Wörter wird zur Gestalt ihrer Bedeutung, sodass Lesen und Sehen im selben Augenblick geschehen.

  3. ASCII Art 1960s– / Technik

    Nutzt begrenzte Zeichen im Raster einer Monospace-Schrift als Pixel und baut Bild und Tonwert allein aus Text.

  4. Copperplate Script 17th–18th century– / Stil

    Die dünne, fließende Linie des Kupferstechers brachte das Ideal der geschriebenen Hand hervor. Es setzte sich fest als Schrift der Förmlichkeit, der Geselligkeit und der Urkunde.

  5. Sign Painting 19th century– / Technik

    Das Handwerk der Werbeschrift, mit Pinsel und Farbe direkt auf Häuser und Fenster gemalt. Es gibt der Straße eine Schrift, die die Spur einer Hand trägt.

  6. ANSI Art (BBS Scene) 1985–1997 / Stil

    Login-Screens und Art-Packs von Gruppen, gezeichnet im 16-Farben-Textmodus der BBS-Zeit. Schattierungen aus Blockzeichen und der Wettstreit der Gruppen bildeten den Gipfel der Bildschirmdekoration vor dem Web.

  7. Teletext Art 1974–2012 / revival / Stil

    Bildschirmkunst im Textmodus des Rundfunks, ein Mosaik aus 40×24 Zeichen in acht festen Farben. Die äußerste Abstraktion der Wetterkarten und Nachrichtenseiten von Ceefax erlebt heute eine Wiederbelebung als Klassiker der Beschränkung.

  8. Manga Lettering 1930s– / Stil

    Im japanischen Manga werden Geräusche und selbst die Stille als Bild gezeichnet, vom dröhnenden don bis zum lautlosen shiin. Die gezeichnete Schrift übersetzt die Textur eines Klangs in Strichstärke und Form und löst im Panel die Grenze zwischen Bild und Wort auf.

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