Ornament

Sie teilen eine Haltung, die Wiederholung und Übermaß über die ganze Fläche hinweg bejaht. Den Wert des Schmückens, den die Moderne abgeworfen hat, heben sie wieder auf, vom Nahen Osten über Portugal bis in den Südpazifik.

Wörterbucheintrag

  1. Maximalism recurring / Stil

    Schichtet Menge, Farbe und Muster ohne Scheu und macht den Überfluss selbst zum Reichtum.

  2. Victorian Ornament 1837–1901 / Stil

    Baut aus vielen Revival-Stilen und dem Reichtum des industriellen Drucks ein dicht geschichtetes Ornamentsystem.

  3. Stained Glass medieval–present / Technik

    Teilt das Licht mit farbigem Glas und Bleiruten und macht die Kontur selbst zu Konstruktion und Erzählung.

  4. Islamic Geometric Pattern 8th century– / Technik

    Teilt, wiederholt und verschränkt Kreise, Quadrate, Vielecke und Sterne und baut auf endlicher Fläche unendliche Ausdehnung und Ordnung auf.

  5. Azulejo 15th century– / Stil

    Portugals blau-weiße Fliese arbeitet als Haut der Architektur und öffnet Erzählung, Karte und Ornament zur Straße, bis die Stadt selbst sich wie eine Bildtafel lesen lässt.

  6. Kōwhaiwhai 18th century– / Stil

    Rankenmuster laufen an den Dachsparren der Māori-Versammlungshäuser entlang. Aus dem Koru, dem sich entrollenden Farnwedel, entfalten sie allein in Rot, Schwarz und Weiß Symmetrie, Drehung und Spiegelung zu einer Mathematik der Kurven, die Genealogie und Geschichte über den Köpfen festhält.

  7. Pattern and Decoration 1975–1985 / Stil

    Eine Bewegung, die der modernistischen Prämisse, Dekoration sei minderwertig, frontal widersprach. Sie brachte islamische Geometrie, Quilts, Tapeten und die Wiederholung der Textilien auf große Formate und rückte weibliche Handarbeit und außereuropäische Stile ins Zentrum der Kunst. Ein Ausgangspunkt für die Politik des Ornaments.

Zurück zur Position im Index