Ostasiatische Malerei

Alle beruhen auf denselben Materialien, Tusche, Leim, Papier oder Seide, und schätzen die Leerstelle und die Führung des Pinsels. Das Können der Werkstatt steht hier neben der Malerei, die der Gelehrte nebenbei betreibt.

Wörterbucheintrag

  1. Sumi-e Tang dynasty–present / Technik

    Hält allein mit Tuscheabstufungen und Leere weniger die Gestalt eines Motivs fest als dessen Präsenz, Tempo und Ferne.

  2. Rinpa early 17th century– / Stil

    Gold- und Silbergründe, Mineralpigmente, verknappte Natur, Leerraum, Wiederholung und Tarashikomi ziehen sich durch das Werk und binden Malerei, Kunsthandwerk und Kalligrafie in eine kühne, flächige Komposition.

  3. Nihonga 1880s– / Stil

    Moderner Rahmen, der die japanische Malerei angesichts der eindringenden westlichen Malerei von den Materialien her neu bestimmte, von Mineralpigment, Hautleim, Washi und Seide. Kennzeichnend ist eine vom Material geführte Mischform, die die überlieferte Technik bewahrt und Sujet und Komposition zugleich modernisiert.

  4. Literati Painting 11th century– / Stil

    Malerei von Beamtengelehrten statt von Berufsmalern, nicht zum Verkauf, sondern um den eigenen Geist zu zeigen. Sie stellte den Atem des Pinsels über die Fertigkeit und behandelte Gedicht, Kalligrafie, Bild und Siegel auf einem Blatt als gleichrangig. Im Kern steht die Haltung, ungeschickt wirken zu dürfen.

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